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Pressemitteilung Nr. 19/14

 

Vorsitzender Richter am Bundesarbeitsgericht Prof. Dr. Ernst Mikosch im Ruhestand

 

    Mit Ablauf des 30. April 2014 ist der Vorsitzende Richter am Bundesarbeitsgericht Prof. Dr. Ernst Mikosch in den Ruhestand getreten.

    Prof. Mikosch wurde im Januar 1949 in Fulda geboren. Nach Abschluss seiner juristischen Ausbildung war er als wissenschaftlicher Assistent an der Universität Freiburg im Breisgau tätig. Dort wurde er im Jahre 1981 promoviert. Anschließend trat er in die Arbeitsgerichtsbarkeit des Landes Baden-Württemberg ein und war dort an verschiedenen Arbeitsgerichten tätig. Von 1984 bis 1986 war er als wissenschaftlicher Mitarbeiter an das Bundesarbeitsgericht abgeordnet.


Im Dezember 1992 wurde er zum Vorsitzenden Richter am Landesarbeitsgericht Baden-Württemberg ernannt und im Mai 1993 zum Richter am Bundesarbeitsgericht berufen und dem Achten Senat zugeteilt. 1998 wurde er zum Honorarprofessor an der Universität Tübingen bestellt. Ab Oktober 2001 gehörte er dem Fünften Senat an und leitete seit seiner Ernennung zum Vorsitzenden Richter im November 2009 den Zehnten Senat des Bundesarbeitsgerichts.

In dieser Funktion hat Herr Professor Mikosch ua. maßgeblich zur Weiterentwicklung des Rechts der Sonderzahlungen (Zulagen, Gratifikationen, Boni ua.) beigetragen. Die in diesem Rechtsgebiet notwendige Balance zwischen den Flexibilisierungsinteressen der Wirtschaft und dem Interesse der Arbeitnehmer an sicher berechenbarer Vergütung wurde unter seinem Vorsitz neu austariert. Mehrere Entscheidungen, die sich mit den Auswirkungen der Finanzkrise von 2008/2009 auf Bonuszahlungen an Bankmitarbeiter beschäftigten, stießen über die Fachwelt hinaus auf lebhaftes Interesse.

Herr Professor Mikosch hat als Herausgeber und Autor den arbeitsrechtlichen Diskurs bereichert und als Hochschullehrer sein Wissen und seinen reichen richterlichen Erfahrungsschatz in die Ausbildung junger Juristen eingebracht. Das Gericht verliert mit ihm einen hochengagierten und sehr angesehenen Richter, der sich um den Zusammenhalt des Kollegiums bleibende Verdienste erworben hat.



Erfurt, den 30. April 2014

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