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Pressemitteilung Nr. 49/14

 

Vorsitzender Richter am Bundesarbeitsgericht
Wolfgang Linsenmaier im Ruhestand

 

    Mit Ablauf des 30. September 2014 tritt der Vorsitzende Richter am Bundesarbeitsgericht Wolfgang Linsenmaier in den Ruhestand.

    Wolfgang Linsenmaier wurde im Juni 1949 in Elbeshausen/Dillkreis geboren. Nach Abschluss seiner juristischen Ausbildung war er zunächst in der ordentlichen Gerichtsbarkeit beim Landgericht Karlsruhe und bei der Staatsanwaltschaft Karlsruhe tätig. Ab November 1977 war er Richter in der baden-württembergischen Arbeitsgerichtsbarkeit, zunächst beim Arbeitsgericht Stuttgart und ab August 1987 als Vorsitzender Richter am Landesarbeitsgericht Baden-Württemberg.


Herr Linsenmaier kam im September 1999 zum Bundesarbeitsgericht und war zunächst dem Siebten Senat zugeteilt. Im September 2002 wechselte er in den Ersten Senat. Seit seiner Ernennung zum Vorsitzenden Richter im Oktober 2009 leitete er den Siebten Senat des Bundesarbeitsgerichts.

In dieser Funktion hat Herr Linsenmaier sowohl das Betriebsverfassungsrecht als auch das Befristungsrecht entscheidend mitgeprägt. So hat er maßgeblich zur Weiterentwicklung des Arbeitnehmerbegriffs in der Betriebsverfassung beigetragen. Im Befristungsrecht hat der Senat unter seinem Vorsitz bedeutende Beiträge bei der Schaffung einer Kohärenz von Unionsrecht und nationalem Recht geleistet, etwa bei der Frage der Zulässigkeit der Altersgrenzen und der Verhinderung rechtsmissbräuchlicher Befristungen. Die unter seinem Vorsitz gefällten Entscheidungen stießen in der Fachöffentlichkeit regelmäßig auf lebhaftes Interesse.

Als Mitglied des Präsidiums und des Richterrats hat sich Herr Linsenmaier über viele Jahre engagiert und erfolgreich für Gericht und Richterschaft eingesetzt. Mit zahlreichen Publikationen hat er sich in der Fachöffentlichkeit hohes Ansehen erworben. Als Hochschullehrer hält er wissenschaftliche Vorlesungen zum Arbeitsrecht. Im Kollegenkreis werden seine Persönlichkeit, sein Sachverstand und seine Kollegialität hoch geschätzt.



Erfurt, den 30. September 2014

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